Stichpunkte zur Geschichte

- Die Kinder-Evangelisations-Bewegung kam nach dem 2. Weltkrieg durch von Gott berufene Pioniermissionare aus den USA und Kanada nach Europa.
- 1950 wurde durch eine Kanadierin die KEB-Schweiz ins Leben gerufen. Die Arbeit weitete sich aus und Schweizer Mitarbeiter kamen hinzu.
- Heute (2010) arbeiten 15 MitarbeiterInnen in der Deutschschweiz und 2 Mitarbeiterinnen in der Suisse Romande. Weiter sind 5 Vollzeitmissionare in Europe und ein Ehepaar im Bénin, Westafrika im Einatz.
- Ihre Aufgabe besteht nebst direkter missionarischer Arbeit unter Kindern darin, Christen zu unterrichten, wie sie Kindern das Evangelium so weitergeben können, dass sie es verstehen und annehmen.
- Die KEB arbeitet in Verbindung mit Landes- und Freikirchen. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM).
60 Jahre KEB Schweiz
„Heute kommt die Tante aus Kanada zu uns“, teilte Frau Baumann ihren Kindern mit. Damit war Agens Martens gemeint, die 1950 als kanadische Missionarin der KEB in die Schweiz reiste. Der Anfang war nicht leicht. Etwa ein Jahr nach ihrer Ankunft erhielt sie die Erlaubnis von der reformierten Kirche in Bern, in Sonntagschulen und in Kindergruppen zu unterrichten. Ihr Dienst wurde immer wieder angefochten. 1980 schreibt Agnes in ihrem Rundbrief, dass Grundschullehrer/innen aus Protest gegen eine Kinderwoche mit der reformierten Kirche im Ort der lokalen Zeitung Unwahrheiten mitteilten. Auch im Radio wurden diese Informationen verbreitet. Über 20 gläubige Lehrer/innen machten sich daraufhin für die Widerrufung der falschen Medienmitteilungen in Zeitung und Radio stark – mit Erfolg.
Die erste Lehrstunde
In Bern hatte Agens ihr erstes Büro. Von hier aus begann sie mit der Arbeit unter Kindern. In der Festschrift von 1975 schreibt Agnes über die Anfangszeit: „Täglich hatte ich eine oder mehrere Kinderstunden zu halten, bis zu sieben pro Woche und meistens extra Einsätze an den Wochenenden.“ Frau L. Nacht und Schwester M. Grimm waren die Ersten in Bern, die eine Kinderstunde übernahmen. Danach folgte die erste Lehrstunde (Ideentreff) am Montag, 21. Januar 1952 mit 12 Teilnehmern. Frau Nacht bezeugt, dass sie in den 19 Jahren, die sie in Bümpliz Kinderstunden hielt, wahrscheinlich an die 800 bis 1000 Kinder unterrichten durfte.
Zweigstellen entstehen
Das Nationalkomitee (Mitgliederversammlung) wurde 1954 gegründet und die erste vollzeitige Mitarbeiterin, Frl. Maria Baumann, angestellt. In den Folgejahren entstanden Zweigstellen an folgenden Orten: 1960 in Basel, Zürich und Bern, 1970 in St. Gallen, 1971 in Liestal, 1972 im Zürcher Oberland, 1973 in Winterthur, 1974 in Langenthal, 1980 in Moutier und bis 1990 in Lenzburg und Thun. 2001 kam die Zweigstelle in Buchs dazu. Bis 2010 wurden aus verschiedenen Gründen Zweigstellen geschlossen, verlegt oder zusammengelegt wie z.B. in den Kantonen Zürich, Basel und Bern. Die Zentrale wurde 1956 in den Büroräumlichkeiten in der Junkerngasse 45 in Bern gegründet und ist seither drei mal umgezogen. Zuerst an die Effingerstrasse, dann nach Ostermundigen (1991) und zuletzt wieder zurück auf Stadt-Berner Boden (2003).
Verschiedene „Werkzeuge“
1993 entstand durch den engagierten Einsatz von Priska Vuillemin und qualifizierten Technikern unsere Tonbildschau, um die Wichtigkeit der evangelistischen Arbeit unter Kindern aufzuzeigen. 1994 starteten Margrit und Johannes Grieshaber das „Los-mit-Telefon“. Hier können Kinder jede Woche biblische und andere Geschichten hören. 1995 unterrichteten die KEB Mitarbeitenden die ersten ZAK Kurse (Zielorientierte Arbeit mit Kindern) für Mitarbeitende aus den Gemeinden. Ab dem Jahr 2000 ging die KEB mit ihrer ersten Homepage online. In den darauf folgenden Jahren entstand durch die gute Zusammenarbeit mit der KEB Deutschland sowie der KEB Österreich viel neues Material für die Arbeit unter Kindern. 2002 startete der KEB Mailbox-Club – ein Bibelfernkurs für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren.
Der Verein
Viele Menschen haben über 60 Jahre lang ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien treu mitgearbeitet. Ohne ihre Mitarbeit und Unterstützung wäre die Arbeit der KEB unter Kindern nicht möglich gewesen. In dieser Zeit fanden auch zwei Missionsleiterwechsel statt. Arthur und Agnes Hofmann-Martens leiteten die KEB bis im Herbst 1990 und übergaben die Arbeit danach an Wilhelm und Ruth von Reitzenstein. Und im September 2008 übergab Wilhelm die Missionsleitung an Daniel und Karin von Reitzenstein. Von 2005 bis 2007 wurden die bisherigen Organisationsstrukturen mit den beteiligten Personen in vielen Sitzungen besprochen und Schritt für Schritt der heutigen Situation und Zeit angepasst.
KEB Heute
Unsere Mission ist es, Christen auszubilden und auszurüsten, damit sie Kinder mit dem Wort Gottes erreichen, sie in der Nachfolge Jesu fördern und ihnen helfen, sich einer lokalen Gemeinde anzuschliessen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten 18 Mitarbeitende (Voll- und Teilzeit) in 6 Zweigen und der Zentrale, sowie 7 Schweizer Missionare im Ausland mit. In den Leitungsgremien arbeiten 38 ehrenamtliche Personen, davon 4 im Vorstand sowie 12 in der Delegiertenversammlung. Dank dem Segen Gottes und der Unterstützung vieler treuer Menschen und Gemeinden im Gebet und mit Gaben ist es möglich, die Arbeit unter den Kindern weiterzuführen.
KEB - ein internationales Missionswerk
Das Missionswerk KEB wurde 1937 durch Jesse Irvin Overholtzer in den USA gegründet. In Englisch wird KEB mit ‚CEF‘ abgekürzt und bedeutet ‘Child Evangelism Fellowship‘. Etwa 1939/40 wurden die ersten amerikanischen Missionare ausgesandt. Heute ist die KEB mit etwa 2‘757 Mitarbeitenden in über 162 Ländern tätig und erreicht jährlich weltweit über 10 Millionen Kinder.
(Verfasst von Wilhelm & Daniel von Reitzenstei, 2010)
